Editorial des Verlegers
Editorial des Verlegers
Liebe Leserinnen und Leser,
im November vergangenen Jahres erschien Sönke Neitzels große Studie „Deutsche Krieger. Vom Kaiserreich zur Berliner Republik – eine Militärgeschichte“ im Propyläen Verlag – und von dem mehr als
Katharina Hamberger hat sich nach Seeon aufgemacht, wo die CSU sich in diesen Tagen in Klausur begeben hat. Mitgebracht hat sie für diesen Hauptstadtbrief einen Beitrag, der im besten Sinne einer besonderen journalistischen Tradition zuzuordnen ist, als deren Begründer Roswin Finkenzeller von der Frankfurter Allgemeinen und Herbert Riehl-Heyse von der Süddeutschen Zeitung gelten dürfen: die so süffisanten wie süffig zu lesenden Beschreibungen des Seelenzustandes der CSU, der Partei, wie Riehl-Heyse es bereits 1979 so schön auf den Punkt brachte, „die das schöne Bayern erfunden hat“. Auch Hamberger hat sichtlich Vergnügen daran, den Gemütszustand Markus Söders und seiner Getreuen zu beleuchten – und es gelingt ihr, ganz der Tradition folgend, dabei auch die bundespolitische Lage zwei Monate vor der Bundestagswahl als Ganze zu erhellen.
Inge Kloepfer wirft ihren Zweiten Blick auf die jüngsten Absichtserklärungen und Beschlüsse der G20 und der EU – und macht deutlich, wie erwartbar – und verkürzt – die Kritik von den Abteilungen Viel-zu-Viel und Deutlich-zu-Wenig tatsächlich ist. Auch ein kleines Lehrstück in realistischer Politikbetrachtung.
Mit herzlichen Grüßen verbleibe ich – bis morgen
Ihr Detlef Prinz